Marathonvorbereitung: Erzwungene Planänderung

Noch 70 Tage bis Rainer Ziplinsky, Gründer von ZIPPEL’S Läuferwelt noch einmal einen Marathon laufen will. Und das mit 70 Jahren! Er hat sich hohe Ziele gesetzt und ist fest entschlossen, die 42,195 Kilometer in unter 3:30 Stunden zu schaffen. In diesem Blog berichtet er über seine Vorbereitung, seine Ziele und von den Höhen und Tiefen, dass das Lauftraining mit sich bringt.

Datum Strecke Pace Herzfrequenz Anstieg
07.02. verletzt - 46 min. Indoor Rad      
08.02. verletzt - 45 min. Indoor Rad      
09.02.

verletzt - 10,2km gewandert

     
10.02. verletzt - 5,0km gelaufen 5:35 min 118  
11.02. verletzt - 4,1km Laufband  6:00 min  124  
12.02. verletzt      
13.02. verletzt      

Die zweite Verletzungswoche ist auch schon wieder vorüber. Meine Hoffnung, meine Form mit Radtraining einigermaßen erhalten zu können wird immer wieder durch meine innere Unruhe laufen zu wollen, unterbrochen. Kaum habe ich das Gefühl, ich habe keine Schmerzen oder Beschwerden mehr, versuche ich wieder eine kleine Strecke zu laufen. Von Training kann man aber dabei überhaupt nicht sprechen. Es geht dann um Bewegung durchs Laufen. So legte ich am Donnerstag fünf Kilometer zurück und war schmerzfrei. Nun nahm ich an, wieder regelmäßig kleine Strecken laufen zu können. Aber schon am Freitag wurde ich eines Besseren belehrt. 

Bei vier Kilometer auf dem Laufband hatte ich dieselben Beschwerden wie zu Beginn der Verletzung. Damit war ich nach elf Tagen wieder am Ausgangspunkt und habe wertvolle Zeit verloren. Ich denke, ich benötige tatsächlich eine längere Laufpause, um die Verletzung auszuheilen. Am Mittwoch fliege ich jetzt erst einmal nach Deutschland und habe am Freitag einen Termin bei einem Osteopathen. Des Weiteren überlege ich noch einen Orthopäden aufzusuchen. Andererseits habe ich keine erkennbare Schwellung oder Einblutung, die zum Beispiel auf einen Muskelfaserriss hindeuten könnte. Bleibt die Frage: Wie viel Aufwand soll ich denn betreiben? Soll ich möglicherweise eine MRT Untersuchung machen? Und letztendlich wird ein Arzt sagen, mach doch einige Wochen Laufpause und beginne dann langsam wieder. Darauf wird es wohl hinauslaufen. Den Hamburg Marathon habe ich so gut wie abgeschrieben. Aber meinen Plan, Marathon mit 70 in 3:30 Stunden laufen zu wollen, natürlich nicht. Ich habe bei meiner bisherigen Marathonvorbereitung das gezielte und regelmäßige Laufen für mich wieder entdeckt. Das absolut großartige Gefühl der sich stetig steigernden Leistungsfähigkeit zu spüren, motiviert mich ungemein.

Ich habe im Laufe der 41 Vorbereitungswochen in meinen Blogbeiträgen schon über viele meiner Gedanken geschrieben und muss mich dabei von Zeit zu Zeit immer mal wiederholen. Das Sportler- oder wie in meinem Fall das Läuferleben läuft nicht immer nach Plan. Viele von uns kennen das ja auch aus eigener Erfahrung. Es stellt sich jetzt die Frage, was kann ich tun und wie gehe ich mit der Situation um. Meine aktuellen Gedanken sind nun, ich werde den Hamburg Marathon nicht laufen oder laufen können. Ich wollte danach eigentlich wieder etwas kürzertreten. Nun werde ich dann doch weitertrainieren und einen Herbst Marathon laufen. In einem meiner letzten Beiträge hatte ich mit dem Valencia Marathon geliebäugelt. Den Lauf und den Zeitpunkt favorisiere ich immer noch. Es wäre aber wohl die letzte Möglichkeit, einen Marathon in diesem Jahr zu laufen. Dann darf ich mich natürlich nicht wieder verletzen. Also werde ich mich noch mehrfach mit diesem Thema beschäftigen und bin selbst gespannt, wie ich mich entscheide.

Auf Instagram und Strava könnt ihr noch mehr über meine Marathonvorbereitung erfahren.

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Comments

  • Kopf hoch Rainer, Deine Form verlierst Du nicht so schnell.
    Ich hatte ähnliche Situationen, und eine Pause tat mir sogar gut.
    Also Rainer bleib optimistisch.
    gute Zeit
    vom Team "1001 Strecken"

    Posted vor 3 Monate by Holgi

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